20 Jahre Blog – verrĂŒckt! 🎉

Heute wird dieser Blog tatsÀchlich 20 Jahre alt.

Am 19. September 2006 ging hier der erste Beitrag online. Und wĂ€hrend der Blog in den vergangenen Jahren mal mehr und mal weniger aktiv war, hat sich außerhalb dieser Seiten in diesen zwei Jahrzehnten technologisch ziemlich viel getan.

Überlegt mal, was es vor 20 Jahren alles noch nicht gab.

2006 gab es kein iPhone.

Das erste iPhone wurde erst 2007 vorgestellt.

2006 telefonierte ich glaube ich mit Sony Ericsson. Fotos wurden immerhin schon mit einer Digitalkamera gemacht, und die Musik war als MP3auf der Festplatte. Im Auto hing ein separates Navi von TomTom an der Windschutzscheibe.

Heute steckt all das und noch vieles viel mehr in einem GerÀt in unserer Hosentasche.

Und natĂŒrlich gab es auch kein WhatsApp, kein Instagram und kein TikTok. Facebook existierte zwar schon, hat aber in Deutschland noch keine Rolle gespielt. StudiVZ, wer-kennt-wen und MySpace waren angesagt.

Netflix war eine Videothek. Spotify gab es nicht.

YouTube war 2006 gerade einmal ein Jahr alt. Netflix verschickte in den USA DVDs per Post und Spotify wurde erst in diesem Jahr gegrĂŒndet.

Filme kamen im Fernsehen, auf DVD oder aus der Videothek. Musik kaufte man auf CD oder als MP3.

Heute haben wir jederzeit Zugriff auf praktisch jeden Song, Film oder Podcast. Was wir wann sehen oder hören, entscheiden nicht mehr Fernsehprogramm oder CD-Regal. OnDemand steckte damals noch in den Kinderschuhen. Unsere Kinder können sich heute gar nicht vorstellen, dass es eine Zeit gab, in der man dem Fernseh- oder Radioprogramm „ausgeliefert“ war und nicht jederzeit schauen oder hören konnte, was man wollte.

Elektroautos, SmartHome? Ebenfalls Zukunftsmusik.

Tesla hatte 2006 gerade seinen ersten Roadster angekĂŒndigt. Elektroautos spielten im normalen Straßenverkehr praktisch keine Rolle.

Heute produziert unsere Photovoltaikanlage Strom auf dem Dach, der im Batteriespeicher gespeichert wird und dann ĂŒber die Wallbox das Auto im Carport lĂ€dt.

Wenn mir das 2006 jemand erzĂ€hlt hĂ€tte, wĂ€re das fĂŒr mich wohl eher schlecht vorstellbar gewesen.

Ähnlich sieht es mit SmartHome aus: Licht, Heizung, RolllĂ€den, Stromverbrauch oder Wallbox per Smartphone steuern; oder sogar per Sprachassistenten wie Alexa oder Siri. Wenn 2006 jemand mit elektronischen GerĂ€ten gesprochen hĂ€tte, hĂ€tte man ihn wohl zum Arzt geschickt.

Von KI ganz zu schweigen.

Auch wenn sich in den gesamten 20 Jahren einiges getan hat und das Tempo der VerÀnderung wirklich immens war: die vermutlich spannendste Entwicklung ist noch sehr jung.

Aus Science-Fiction-Filmen kannte man ein solches PhÀnomen vielleicht, aber was man heute alles damit anstellen kann (im positiven wie im negativen Sinne), war nicht mal vor 5 Jahren klar, geschweige denn vor 20 Jahren.

In diesem Blog wurde immerhin der Artikel zum 18. Geburtstag dieses Blogs bereits mit UnterstĂŒtzung von ChatGPT bei Text und Bild geschrieben. Aber auch seitdem hat die Entwicklung rasend Fahrt aufgenommen.

20 Jahre sind verdammt lang – zumindest im Internet.

Smartphones, soziale Netzwerke, Streaming, Cloud, Smart Home, Photovoltaik, Elektroautos, Drohnen, Smartwatches, Videokonferenzen, 3D-Druck und kĂŒnstliche Intelligenz:

Vieles davon gab es 2006 entweder ĂŒberhaupt nicht oder spielte in unserem Alltag praktisch keine Rolle. Vieles von dem, was es heute gibt, gab es damals noch nicht. Aber andersherum gab es etwas, was heute in der Form rar geworden ist.

20 Jahre – eine andere Zeit

Zeit.

2006 konnte ich mich noch mit vielen Entwicklungen, besonders im Internet, umfangreicher beschĂ€ftigen als das heute der Fall ist. So entstand mit dem Startschuss zu meiner Master Thesis auch die Idee in die Blog-Landschaft einzutauchen und selbst regelmĂ€ĂŸig zu veröffentlichen. Ich hatte genĂŒgend Zeit das Web2.0 (woraus sich spĂ€ter die Sozialen Medien entwickelt haben) zu erforschen und habe dann auch meine Master Thesis zum Thema „Konsumentenverhalten im Web2.0“ verfasst.

Diese Zeit fehlt mir heute leider. DafĂŒr stehen andere Dinge in meinem Leben im Mittelpunkt. Dieser Blog bleibt dafĂŒr leider auf der Strecke.

Aber immerhin: er existiert noch! Und das seit 20 Jahren. Absolut verrĂŒckt.

Wo steht dieser Blog in 10 Jahren? Gibt es ihn ĂŒberhaupt noch? Oder hat er plötzlich wieder an Bedeutung gewonnen, weil ĂŒber meine Hirn-Online-Schnittstelle dort tĂ€glich die Zusammenfassung meines Tages gepostet wird und sich die persönlichen KIs meiner Kumpels damit synchronisieren?

Oder vergesse ich den Geburtstag meines Blogs in den nÀchsten Jahren, weil ich lieber den Geburtstag meiner persönlichen KI feiere? Wie alt ist Conrad Loon eigentlich mittlerweile?

Wie auch immer: Happy Birthday, Life 4.5 Blog. Auf die nÀchsten X Jahre!

P.S.: NatĂŒrlich hatte bei diesem Artikel auch eine KI die Finger im Spiel – aber nicht ausschließlich. Denn irgendwie soll es ja doch noch mein persönlicher Blog bleiben.

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