Mittelrhein-Drohne

Wenn ich solche Drohnen-Videos sehe, schwanke ich zwischen Drohne verkaufen und viel viel mehr fliegen!

Es wirklich ein klasse Videos mit super Aufnahmen. Vor allem wenn man selbst weiß wie sehr man eine Drohne erst mal im Griff haben muss um solche Perspektiven einzufangen!

Respekt lieber Burgenblogger, Christoph Bröder!

Tolle Bilder, tolle Worte

Mein erster Buchtitel steht fest!

Irgendwann kommt man in das Alter, wo man sich Gedanken macht ein Buch zu schreiben. Bei mir ist es scheinbar jetzt soweit und wenn ich demnächst mal kurz Zeit habe, werde ich mich meinem ersten Buchprojekt widmen. Der Titel steht jedenfalls schonmal fest:

„Was alte Menschen während ganz leisen Passagen eines Konzertes machen.“

Die ersten Kapitel habe ich auch schon fest eingeplant. Unter anderem:

  • Handy klingen lassen.
    Natürlich kurz nachdem darauf aufmerksam gemacht wurde, die Handys bitte stumm zu schalten.
  • Instrumentenkunde.
    „Guck mal da sitzt die C*****, bei den Klarinetten.“ // „Da vorne bei den Silbernen?“ // „Nee, bei den Schwarzen, das sind die Klarinetten.“
  • Unrhythmisch auf der Sprudelflasche mitklappern.
    Vorzugsweise mit dem Ringfinger, an dem sich (Achtung, Überraschung…) ein Ring befindet.
  • Sprudelflasche umwerfen.
    Okay, das ist keine Überraschung, sondern gehört eher zum Standard-Repertoire.
  • Husten.
    Husten, Räuspern, immer und immer wieder. *hust*
  • Wick Blau auspacken.
    Man möchte ja nicht durch ständiges Husten stören, also besser ein Halsbonbon lutschen. Und vorsichtig das Knisterpapierchen auspacken. Schön langsam. Zeit lassen. Bloß nicht zu schnell aufmachen, damit es nicht nur kurz Krach macht, sondern ca. 1:30 min. schön gleichmäßig knistert.
  • „Flüstern“ und alles Kommentieren.
    In Hörgerät-kompatibler Lautstärke versteht sich.
  • In die Generalpause singen.
    Wenn’s grade so gut läuft, kann man auch mal mitsingen. Kann doch keiner wissen, dass das Orchester urplötzlich Pause macht!
  • Klatschen sobald 1 Sekunde kein Ton erklingt.
    Am Ende des Stückes wird geklatscht. Und wenn da seit einer Sekunde niemand mehr einen Ton gespielt hat, wird das Stück wohl zu Ende sein. Also: Klatschen! Schließlich ist Applaus das Brot des Künstlers.

    Für die Inspiration zu meinem potentiellen Bestseller bedanke ich mich vorab schonmal bei meinen Publikums-Nachbarn der öffentlichen Generalprobe des Landesjugendblasorchesters Rheinland-Pfalz. Vielen Dank, dass ich in unmittelbarer Nähe der Kommentatoren-Plätze sitzen durfte!
    By the way: tolles Programm und eine Spitzenleistung des Orchesters. Das Konzert am kommenden Sonntag, 14. Oktober 2018 in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz kann ich nur empfehlen!

12. Blog-Geburtstag

HAPPY BIRTHDAY!
…mein Blog wird heute schon 12 Jahre alt. Im Auto darf meine Blog also jetzt vorne sitzen und muss nicht mehr auf den Kindersitz. 😉

Für eine Party oder einen Kuchen hat es heute leider nicht gereicht, aber ein kurzer Geburtstagsgruß sollte schon sein. Anstandshalber.

 

Die Sache mit der Drohne (#SkandinaVIER)

Ich hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt eine Drohne zu kaufen (siehe HIER). Letztendlich ist es auch ohne Crowdfunding eine DJI MavicAir geworden, die uns auf unserer Reise begleitet hat. Das Thema „Christian und die Drohne“ ist ein ganz Spezielles, denn das Teil ist ein prima Männerspielzeug, allerdings ist einiges nicht so ideal gelaufen wie ich mir das im Vorfeld überlegt hatte. Dies hatte mehrere Gründe:

  •  Zu kurzfristig gekauft, zu wenig Übung: Die Drohne lässt sich zwar super fliegen und hat allerhand Sensoren an Bord um Abstürze zu verhindern und viele Flugmanöver automatisch zu fliegen. Allerdings sind die ersten Flüge doch etwas ungewohnt und äußerst spannend. Man(n) liest ja heutzutage keine Bedienungsanleitungen mehr und erwartet, dass man die Technik auch ohne Übung direkt im Griff hat. Bei einer Drohne sollte man das Fliegen und auch die Aufnahmemodi aber etwas trainieren, bevor es ernst wird.
  • Zu viele Menschen: Beim Drohne fliegen gehöre ich noch zur vorsichtigeren Sorte, die nicht dort fliegt, wo viele Menschen unterwegs sind, weil ich ungerne die Aufmerksamkeit auf mich ziehe. Unerkannt kann man mit der Drohne nicht fliegen, dafür ist das Teil definitiv zu laut.
  • Zu viel Wind: Wenn einmal nicht zu viele Menschen in der Nähe waren, konnte es vorkommen, dass stattdessen zu viel Wind herrschte. Die Drohne meldet hohe Windgeschwindigkeiten und ruft zur Vorsicht und zum Fliegen auf Sicht (was ich sowieso ausschließlich getan habe) auf. Gerade an den Küsten war das Fliegen daher etwas schwierig, bzw. ich war lieber etwas zu vorsichtig. Man will die Kiste ja nicht nach ein paar Tagen schon im Meer oder im Fjord versenken.
  • Drohnenflugverbot: Während ich in Deutschland bisher nur ein einziges Schild mit Drohnenflugverbot gesehen habe (an der Burg Eltz), ist insbesondere Norwegen mal wieder einen Schritt weiter und hat bereits an einigen Spots Drohnenflugverbote eingerichtet. Preikestolen, Stabkirche Borgund und einige weitere Touri-Highlights werden so von Drohnen verschont. 😉
  • Irgendwas vergessen / verloren: Und dann hab ich mir selbst noch das ein oder andere Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht: Nicht nur einmal bin ich abends losgezogen um noch schnell eine Runde zu fliegen. Es gibt allerdings viele Dinge, die man vergessen kann: die Fernbedienung, ein aufgeladenes Handy, den Akku der Drohne, und und und. So bin ich das ein oder andere Mal zum WoMo zurück, die Sonne war mittlerweile untergegangen und die Drohne war keine Minute in der Luft.
  • Familienmanagement: Wenn man mit der Familie unterwegs ist (was wir nunmal viereinhalb Wochen am Stück waren), ist man auf das Verständnis und den Willen der restlichen Familienmitglieder angewiesen wenn es darum geht, mal kurz (eine Akkuladung hält ca. 20 Minuten) eine Runde in die Luft zu gehen. Da gibt es natürlich genügend Gründe warum Papa nicht immer fliegen konnte, wann er wollte: Hunger, Müdigkeit oder einfach keine Lust auf eine Pause zum Drohne fliegen.

ABER: Lange Rede, kurzer Sinn. Es sind dennoch ein paar tolle Aufnahmen aus einer völlig neuen Perspektive entstanden. Und ich habe den Kauf zu keiner Zeit bereut. Die Technik in diesen kompakten Drohnen, die sich perfekt zum Reisen eignen, ist der helle Wahnsinn.

Der folgende Film zeigt einen Rückblick auf unsere Tour – alle Aufnahmen sind mit der DJI MavicAir entstanden.

HIER gelangt ihr zu allen Beiträgen von unserer #SkandinaVIER-Tour.

Camping- und Stellplätze (#SkandinaVIER)

Genauso abwechslungsreich wie unsere Reise waren auch unsere Übernachtungsplätze: Vom Campingplatz unterhalb eines Leuchtturmes, über den Stellplatz direkt am Fjord oder auf einem einsamen Bauernhof bis hin zum Vier-Sterne-Campingplatz mit Swimmingpool war so ziemlich alles vertreten. Dabei können wir gar nicht genau sagen, welcher Platz uns am Besten gefallen hat, denn jeder hatte seinen besonderen Charme.

Eine genaue Auflistung unserer Stell- und Campingplätze findet ihr, inklusive hilfreichen Anmerkungen, in der beigefügten Tabelle:

CampingplatzAdresseKosten (inkl. Strom)AusstattungBesonderheitenHomepage
Camping RethbergseeWörpeweg 51
27412 Tarmstedt
27,00€Kiosk, Küche, Spielplatz, Tiergehege, BadeseeDuschen inklusivewww.rethbergsee-wochenendpark.de
Ostseecamping Glücksburg-HolnisAn der Promenade 1
24960 Glücksburg (Ostsee)
24,50€Café, Küche, unmittelbare Nähe zum Strand, Reiterhof gegenüber, Spielplatz, Duschen inklusivewww.ostseecamp-holnis.de
Hirtshals CampingKystvejen 6
9850 Hirtshals
270 DKKKüche, Spielplatz, FamilienbäderOrtsmitte fußläufig erreichbar
tolle Lage direkt am Strand und unterhalb des Leuchtturmes


Wifi inklusive
kurzer Weg zu den Fährterminals
Duschen kosten extra
www.hirtshals-camping.de
Stavanger Camping MosvangenHenrik Ibsens gate 21
4021 Stavanger
150 NOK (vergünstigt, weil Umbauphase)Kiosk, Waschmaschine, TrocknerWifi inlusive
Duschen inklusive
am See eines Parks gelegen
Stadtzentrum in 20 Minuten zu Fuß erreichbar
Supermarkt in unmittelbarer Nähe
www.stavangercamping.no
Norheimsund (Stellplatz)Hardanger Maritime Museum
Sandvenvegen 50
5600 Norheimsund
kostenloser StellplatzStrom an einer Hauswand des Museumsdirekte Lage am Hardangerfjord
keine Entsorgungsmöglichkeiten
Lone Camping Hardangervegen 697
5268 Haukeland
305 NOKMinimarkt, Minigolf, Kanuverleih, Streichelzoo, Spielplatz, Badesee, Waschmaschinen, Trockner, KüchenWifi inklusive
Duschen kosten extra (10 NOK/ 5 Min.)
Das Stadtzentrum von Bergen erreicht man in ca. 40 Minuten mit Bus und Bahn.
www.lonecamping.no
Flam Camping og VandrarheimNedre Brekkevegen 12
5743 Flam
335 NOKKiosk, Waschmaschine, Trockner, Küche, SpielplatzOrtszentrum von Flam in 5 Minuten zu Fuß erreichbar
Wifi kostenlos
Duschen: 20 NOK/ 5 Min.
www.flaam-camping.no
Utvik (Stellplatz)Utvikfjellet50 NOKgegen extra Gebühr: StromLage im Skigebiet, schöne Spazierwege, ruhige Lage
keine Entsorgungsmöglichkeiten
Geiranger Camping6216 Geiranger315 NOKSupermarkt, Waschmaschinen, Trockner, Küche, BootsverleihWifi kostenlos
Duschen 20 NOK/ 5 Min.
www.geirangercamping.no
Alesund (Stellplatz)Sorenskriver Bulls gate 33
6002 Alesund
250 NOKStrom, Frischwasser, Entsorgungsmöglichkeiten, Dusche/ WCDuschen inklusive
max. 50 Stellplätze
www.alesundparkering.no/index.php/parkering/bobilcampingvogn
Dombas (Stellplatz)in the middle of nowhere 🙂kostenloser Stellplatzkeinemitten im Naturschutzgebiet in Richtung Hjerkinn
Lillehammer CampingDampsagvegen 47
2609 Lillehammer
309 NOKWaschmaschinen, Küche, Boote, Badesee, FamilienbäderWifi kostenlos
Duschen 15 NOK/ 5 Min.
Stadtzentrum in 15 Min. fußläufig erreichbar
www.lillehammer-camping.no
Bogstad CampingAnkerveien 117
0766 Oslo
390 NOKCaféteria, Supermarkt, große Küche, Waschmaschinen, Trockner, Minigolf, Spielplatz, Badesee unterhalb des PlatzesWifi kostenlos
Duschen 15 NOK/ 5 Min.
Wanderung zum Holmenkollen möglich, Gehzeit ca. 30 Minuten (bergauf)
www.bogstadcamping.no
Lisebergsbyn (Stellplatz)Olbersgatan 9
416 55 Göteborg
240 SEKStrom, Grauwasserentsorgung, Frischwasserversorgung, NachtwächterSupermarkt und S-Bahn in direkter Nähe. Fahrtzeit ins Stadtzentrum mit der S-Bahn: 15 Minutenwww.liseberg.com
Nordic Camping & Resort, Raa VallarKustgatan
252 70 Raa (Helsingborg)
310 SEKSchwimmbad (Außenpool), Minigolf, Sauna, Café, Imbiss, Lebensmittelgeschäft, Miniclub (ab Ende Juni), direkter Zugang zum Strand, Blick auf den ÖresundWifi kostenlos
Duschen inklusive
Pool/ Sauna inklusive
Camping Key Card erforderlich!
www.nordiccamping.se/de/unsere-resorts/nordic-camping-raa-vallar/
First Camp Sibbarp-MalmöStrandgatan 101
216 11 Limhamn
370 SEKKiosk, Minimarkt, Küche (mit Spülmaschine), Waschmaschine, Trockner, Kinderbadezimmer, die schönsten Sanitäreinrichtungen ALLER besuchten Campingplätze, direkter Blick auf die ÖresundbrückeDuschen inklusive
Wifi gegen Gebühr
Busverbindungen ins Stadtzentrum in der Nähe (Fahrt ca. 30 Min.)
http://firstcamp.se
Kaseberga (Stellplatz)Ales Väg 2
27646 Löderup
120 SEKDuschen/ WC im angrenzenden Sportlerheim, Frischwasserversorgung, wenige Plätze mit Strom nur nach Voranmeldungkeine Entsorgungsmöglichkeiten, ruhige Lage, 800m zu Ales Stenar
Tangloppen CampingTangloppen 2
2635 Ishoj
350 DKKKüche, Spielplatz, Strand in 500m, Wifi inklusive
Duschen inklusive
S-Bahn-Verbindung nach Kopenhagen 20 Minuten entfernt
www.tangloppen.dk
Billund Autocamperplads (Stellplatz)Grenevej 5
7190 Billund
120 DKKStrom, Frischwasserversorgung, Grauwasser- und Chemietoilettenentsorgungmitten in der Natur am Rande eines kleinen Bauernhofes
Duschen gegen Gebühr
3,5 km bis zum Legoland Billund
www.campercontact.com/de/denemarken/syddanmark/billund/27479/billund-autocamperplads
Ostseecamping Glücksburg-HolnisAn der Promenade 1
24960 Glücksburg (Ostsee)
24,50€s.o.s.o.s.o.
Camping Land an der ElbeStover Strand 7
21423 Drage
32,00€Platz direkt an der Elbe, keine Parzelleneinteilung, Babybereich für Familien im Sanitärbereich, neuer und SEHR sauberer Sanitärbereich, Waschmaschinen, Trockner, KücheDie Stromversorgung erfolgt mittels Wertmünzen, die bei der Abreise verrechnet werden; Duschen 1,50€/ 5 Min.; Wifi gegen Gebührwww.camping-land-online.de
Maschsee (Stellplatz)Rudolf-von-Benningsen-Ufer
Hannover
kostenloser Stellplatzdirekt am Maschsee,
Bar "Pier 51" in unmittelbarer Nähe
ziemlich laut, da man direkt an der Straße steht. Dafür hat man einen schönen Blick auf den Maschsee

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Heimreise (#SkandinaVIER)

Für die Heimreise hatten wir glücklicherweise noch etwas Puffer und konnten uns so gemütlich auf den Weg machen. Eigentlich hatten wir überlegt eine Nacht in Hamburg zu bleiben, aber da die Stellplatz-Situation sehr schwierig war, haben wir uns nach einer Nacht in Drage an der Elbe dazu entschieden über Lüneburg zurück zu reisen. Lüneburg hatten wir bisher überhaupt nicht auf dem Schirm und das ist eigentlich sehr schade. Denn Lüneburg wird wahrscheinlich vielfach unterschätzt. Wir waren gerade zu der Zeit dort als Stadtfest war, was sich als schade herausstellte, da die tollen Fassaden der Altstadt von Pommesbuden, Bierständen und Riesenrädern verbaut waren.

Für unsere letzte Übernachtung hatten wir uns Hannover ausgesucht, da wir dort noch Freunde besucht haben. Unser WoMo hat direkt auf den Parkplätzen am Maschsee gestanden, wo man die zahlreichen Jogger am Seeufer bestens beobachten kann. Leider war der Parkplatz direkt an der Straße, so dass die Nacht mit Abstand die unruhigste war. Dies hatte allerdings den Vorteil, dass Christian am frühen Morgen mit der Drohne eine Runde am Neuen Rathaus geflogen ist, wo diese tolle Aufnahme entstanden ist.

THE END – Tschüss WoMo

Das war es nun also:

  • VIER Personen in
  • VIER Wochen durch
  • VIER Länder.

#SkandinaVIER ist hiermit leider am Ende angekommen.

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Dänemark (#SkandinaVIER)

zu besuch bei der kleinen meerjungfrau

Nach dem Überqueren der Öresundbrücke war Kopenhagen unser nächstes Ziel. Hier hatten wir tatsachlich zum ersten Mal kein Glück bei dem Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten. Da es aber ein sehr kleiner Platz war, der zudem noch sehr zentral liegt, war es auch nicht verwunderlich, dass am ersten Wochenende der Sommerferien hier nur Plätze mit Reservierung zu bekommen waren.

Also mussten wir etwas außerhalb übernachten. Allerdings machten wir vorher noch einen kleinen Abstecher zur Kleinen Meerjungfrau von Kopenhagen, die tatsächlich kleiner ist als man vermuten würde. Umso größer scheint dafür die Anziehungskraft insbesondere für asiatische Touristen zu sein, die zeitgleich mit uns die Meerjungfrau überfielen und auf ihren Kameras und iPads festhielten. Wenige Minuten später war das Gewusel aber schon wieder vorbei, denn wie pflegt Kristina zu sagen: „..die müssen schließlich morgen beim Schloß Neuschwanstein sein“.

Von unserem Campingplatz in lshøy starteten wir dann am nächsten Tag mit der Bahn nach Kopenhagen. Zum ersten Mal seit Langem war das Wetter etwas kühler und in der ganzen Stadt war es windig. Auch Kopenhagen hat einen ganz besonderen Reiz und wir waren mit Sicherheit nicht zum letzten Mal dort. Die Stadt war deutlich belebter als die anderen Städte zuvor, aber dennoch konnte man gemütlich durch die Läden schlendern, in denen es insbesondere das dänische Design uns angetan hatte. lm riesigen lIIums Bolighus Store – einem Innendesign-Store vom Feinsten –  ist defnitiv Disziplin gefragt, wenn man nicht am Tag zuvor im Lotto gewonnen hat. Auch der LEGO Store in der dänischen Hauptstadt ist noch ein bisschen spektakulärer als andere LEGO Stores. Die Kinder haben hier z.B. eine Figur geschenkt bekommen, die sie direkt im Laden aufbauen durften / mussten.

Ein beliebtes Fotomotiv ist wieder die bunte Häuserfassade von Nyhavn, welche uns am Tag darauf nochmal an einem ganz anderen Ort begegnen sollte. Am Schloss Amalienborg hatten wir nicht so viel Glück wie in Norwegen – wir konnten nur die Wachen beobachten – aber König und Königin kamen nicht raus um uns zu winken.


Am Abend starteten wir unsere nächste Etappe. Anstatt einen Zwischenstopp auf dem Weg zum dänischen Festland einzulegen, haben wir uns spontan entschlossen, bis kurz vor Mitternacht durchzuziehen, um auf einem Stellplatz auf einem abgelegenen Bauernhof in der Nähe von Billund zu übernachten.

wo die kleinen und großen steinchen wohnen

Und was gibt es in Billund zu sehen? Natürlich: das LEGOLAND.

Da wir den Tag im Legoland erst am Abend zuvor geplant hatten, wussten die Kinder nicht, was sie erwartet und besonders K1 war komplett aus dem Häuschen. Auch für Nicht-Freizeitpark-Junkies ist das Legoland ein tolles Erlebnis. Bei den Miniaturen am Eingang des Parks hätten wir schon einen ganzen Tag verbringen können, insbesondere weil viele Stationen unserer Reise dort nachgebildet waren: Bergen, die Stabkirche in Borgund und auch Kopenhagen mit Nyhavn und Schloss Amalienborg. Wir konnten uns also aus der Vogelperspektive (oder der Drohnenperspektive ;-)) nochmal ansehen wo wir in den Tagen und Wochen zuvor rumgelaufen sind. Klasse!


Als wir dort den Absprung geschafft hatten, ging es langsam aber sicher in Richtung Achterbahnen. Und mit der ersten Achterbahnfahrt in ihrem Leben hat K1 direkt eine neue Leidenschaft entdeckt. Das Ganze ist glücklicherweise videotechnisch dokumentiert:

Aber der absolute Kracher ist ein Foto, welches bei dieser Fahrt aufgenommen wurde. Die Fotostationen am Ende der Achterbahnen betrachten wir grundsätzlich als Abzocke, aber für dieses Foto haben wir uns gerne abzocken lassen. Das Foto gibt’s natürlich nicht im Netz, sondern nur auf persönliche Anfrage. 😉

Der Tag im LEGOLAND verging wie im Flug und man könnte sicher ohne Probleme einen zweiten Tag dranhängen, ohne dass Langeweile aufkommt, denn tatsächlich ist der Park für Groß und Klein geeignet – ein Slogan der oft genutzt wird, aber selten so zutreffend ist wie im LEGOLAND.

HIER gelangt ihr zu allen Beiträgen von unserer #SkandinaVIER-Tour.

Schweden (#SkandinaVIER)

zu besuch in der inoffiziellen hauptstadt schwedens

Ein Elch!

Der erste Punkt unserer Bucketlist für Schweden hat sich bereits kurz nach der Einreise erledigt. Direkt neben der Autobahn stand in freier Wildbahn eine Elchkuh mit ihrem Kalb. Check!

Was uns dann auf der Autobahn auch direkt aufgefallen ist: Die (von Christian lieb gewonnene) Tesla-Dichte nimmt von jetzt auf gleich ab und wird durch eine noch höhere Volvo-Dichte ersetzt. Klar, wir wissen wo Volvo den Hauptsitz hat, dennoch haben wir nicht schlecht gestaunt als wir auf der Gegenspur mehrmals locker über 20 Volvos hintereinander gezählt haben – ohne ein einziges Fahrzeug einer anderen Marke dazwischen zu sehen. Da kommt selbst die BMW-Dichte in München nicht dran.

In Göteborg selbst haben wir wieder auf einem Stellplatz übernachtet, auch wenn der Campingplatz nur wenige Meter entfernt gewesen wäre. In die Stadt fährt man wiederum mit der Bahn. Göteborg haben wir in kurzer Zeit abgehandelt. Die Laune einiger Reisender war nicht gerade Stadt-kompatibel und nach Shopping stand uns gerade nicht der Sinn. Dabei kann man das sicher sehr gut in Göteborg machen, denn das Nordstan ist das größte Einkaufs- und Freizeitzentrum der Stadt auf einer Fläche von mehreren Dutzend Fußballfeldern.

Wir haben uns also auf einen kleinen Bummel durch das Shoppingcenter, einen Spaziergang durch den Königspark und einen anschließenden Snack in der Feskekörka (einem Fischmarkt in einer kirchähnlichen Halle) beschränkt. Den Freizeitpark „Liseberg“ haben wir – aus taktischen Gründen – unseren Kindern verschwiegen. 😉

campen deluxe!

Da wir festgestellt hatten, dass unser aller Stimmung derzeit nicht für Städte geeignet war, kam der nächste Campingplatz uns sehr gelegen: Wir feierten Premiere auf einem 4-Sterne Campingplatz. Ein Freibad direkt auf dem Campinplatz? Weltklasse! Und das Wetter spielte auch mit. Also war die Sache klar: Hier blieben wir für einen Offday. Schwimmen, Pommes, Chillen. Und schon war die Laune wieder gerettet! Selbst eine Sauna hätte es hier gegeben, aber die Hitze von oben hat vollkommen gereicht.

Malmö

Einmal 4-Sterne Camping, immer 4-Sterne Camping? Man kann sich jedenfalls dran gewöhnen, denn in Malmö haben wir direkt nochmal auf einem gehobenerem Camplingplatz gestanden. Mit direktem Blick auf die Öresundbrücke. Hier hat man gemerkt, dass die skandinavischen Länder grundsätzlich sehr familienfreundlich eingestellt sind. Die Sanitäranlagen waren speziell auf Familien eingestellt und neben Babybadewannen gab es Kinderduschen in verschiedenen Höhen, Waschbecken extra für die Kleinen und Toiletten in angemessener Größe. Prompt fühlt Kind sich gut aufgehoben und Mama und Papa sind auch glücklich.


In Malmö selbst war an dem Tag als wir dort waren, buntes Treiben angesagt. Zahlreiche Schulklassen waren auf LKWs in der kompletten Stadt unterwegs und machten mächtig Dampf. Wir reimten uns zusammen, dass es sich um die Abitur-Klassen handeln mussten, die auf diese Art ihren Schulabschluss feierten.

Die Stadt steht jetzt ebenfalls auf unserer „Wochenendtrip-Liste“, da es leider nur für einen kurzen Eindruck gereicht hat. Dieser war allerdings mehr als positiv. Gerade das Miteinander von traditionellen Gebäuden und modernsten Neubauten macht den Reiz der Stadt aus. Auch wieder sehr kompakt, so dass man zu Fuß alles erreichen kann.

Ales Stenar – Mysteriöse Steinformation

Unsere Reise sollte uns noch ein wenig entlang der Südküste Schwedens führen, denn uns wurden die schönen Orte und Strände dort empfohlen. Erster Anlaufpunkt war Ales Stenar, eine als Schiffssetzung bezeichnete Steinformation direkt an der Küste. Ein bisschen wie Stonehenge also, nur in Südschweden.


Von dort machten wir uns einen Tag später wieder auf den Rückweg. Entgegen der eigentlichen Planung – einen Strandtag einzulegen – entschlossen wir uns aber, die südliche Küste ohne Zwischenstop zurückzufahren, da das Wetter nicht optimal war (25 Grad, etwas wolkig: Jammern auf hohem Niveau), die Kinder unterwegs gerade eingeschlafen waren und die Parkmöglichkeiten in Strandnähe für WoMos nicht so einfach zu finden waren. Gründe genug „on the road“ zu bleiben. nachdem wir den südlichsten Zipfel Schwedens passiert hatten, ging es wieder zurück in Richtung Malmö. Aber diesmal nicht in die Stadt, sondern auf die Öresundbrücke. Über die Mautkosten für ein 7,38m langes Wohnmobil reden wir an dieser Stelle besser nicht, denn die Gedanken an diese treiben uns immer noch die Tränen in die Augen.

Die Öresundbrücke ist die Verbindung zwischen Malmö (Schweden) und Kopenhagen (Dänemark), daher endet der Schweden-Teil an dieser Stelle und es geht im nächsten Blog-Artikel mit Dänemark weiter.

HIER gelangt ihr zu allen Beiträgen von unserer #SkandinaVIER-Tour.

Norwegen (#SkandinaVIER)

velkommen til norge!

Guten Morgen, Norwegen. Wir sind da! Um 6 Uhr am frühen Mittwochmorgen standen wir abfahrbereit in unserer 4 Quadratmeter-Kabine: K1 mit Rucksack, K2 im Rucksack. Fünf Minuten später saßen wir in unserem WoMo und fuhren aus dem „Bauch“ unserer gigantischen Fjordline-Fähre heraus. Eine zügige Passkontrolle später waren wir „on the road“: Das Abenteuer beginnt!!! So richtig begreifen konnten wir es noch nicht, dafür war es zu früh und irgendwie ging in der letzten Stunde auch alles viel zu schnell.

Auf dem Weg vom Fährhafen zum Campingplatz in Stavanger fuhren wir an Landstrichen vorbei, die Christian an die Schweiz erinnerten: Grün, hügelig und mit viiiiiel Platz zwischen den Häusern. Und was ist jetzt hier bitteschön typisch norwegisch!?

typisch norwegisch ist… eine wanderung zum Preikestolen

Spätestens der Weg zum Priesterstuhl oder „Preikestolen“ lehrte uns, was landschaftlich typisch norwegisch ist: Zerklüftete Landstriche, viel Wasser, weite Natur und Hügel, aus denen irgendwann am Ende des Sichtfeldes Felsen und Fjorde werden. Wir hatten viel über die Fjordlandschaft gelesen, manches im Fernsehen gesehen, aber wenn man selbst dort ist, raubt es einem den Atem. Die Landschaft und Natur in der Region des Preikestolens hat uns vom ersten Moment an fasziniert und uns endlos staunen lassen. Die Wanderung zur Felskanzel hinauf und nicht zuletzt der Blick hinunter lassen einen sprachlos werden und entschädigen für den anspruchsvollen, zweistündigen Aufstieg (DIE ein oder Andere soll es ja auch in anderthalb Stunden hinauf geschafft haben 😛 ). Was gibt es anschließend Besseres, als sich mit einem Sprung in den nahegelegenen See abzukühlen!?

Auf umwegen nach bergen – sehr lohnenswert!!!

Vom sehr freundlichen und hilfreichen Campingplatz-Betreiber in Stavanger hatten wir den Tipp bekommen, nicht auf dem schnellsten Weg (der E39), sondern über den Hardangerfjord nach Bergen zu fahren – wenn wir Zeit hätten. Die hatten wir, also haben wir den (nicht unerheblichen) Umweg auf uns genommen, um in die scheinbar regenreichste Stadt Norwegens zu fahren. Vorab sei gesagt: Wir haben in Bergen, wo es im Jahr an 300 Tagen regnet, keinen einzigen Tropfen Regen abbekommen. Dafür hatten wir 28 Grad und strahlend blauen Himmel – wie auch schon auf dem Weg dorthin. Somit hatten wir das große Glück, die Landschaft am Hardangerfjord in ihrer ganzen Schönheit zu sehen. Zudem konnten wir, dank des Umweges, viele Wasserfälle beobachten, die nicht nur gut gefüllt waren, sondern auch an den bizarrsten Stellen in die Tiefe stürzten (an Straßen, über Straßen hinweg, über Wanderwege etc.).

wildcampen

Auf einem Museumsparkplatz in Norheimsund, direkt am Hardangerfjord, machten wir unsere erste Wildcamper-Erfahrung in Norwegen. Wir finden: Es gibt schlimmere Orte, an denen man stehen kann! 😉

beautiful Bergen

Der nächste Stop war in Bergen geplant, bzw. auf einem Campingplatz in der Nähe. In der Stadt war einiges los, denn es waren Festspiele und am Abend fand das Champions League Finale statt. Daher war es überall angenehm wuselig. Bergen hat es uns ab dem ersten Moment angetan: der Fischmarkt, der Yachthafen, die bunten Häuschen von Bryggen und zur Krönung sind wir auch mit der Fløibahn auf den Hausberg gefahren um den Sonnenuntergang zu genießen. Bis zum tatsächlichen Sonnenuntergang haben wir es allerdings nicht geschafft, da dieser zu dieser Jahreszeit reichlich spät ist und wir uns wegen der Kinder und der letzten Bahn auf den Heimweg zum Campingplatz machen mussten. Dennoch ein klasse Ausblick bei bestem Wetter!


Irgendwann ist dann auch mal ein #Offday angesagt, und dieser hat sich auf unserem Campingplatz „Lone Camping“ mit direktem Zugang zum See angeboten. Die beste Gelegenheit, eine Runde zu Schwimmen!

Flåm

In Flåm sind wir am nächsten Tag spät nachmittags angekommen. Zeit für einen kurzen Spaziergang durch das kleine Dörfchen. Sehr überschaubar, aber auch wieder sehr schick.


Der Plan, abends nochmal essen zu gehen, bestand zwar schon länger, festigte sich aber nochmals als wir einen Blick ins Ægir BryggeriPub geworfen hatten. Eine kleine Brauerei, wo es auch Burger gab – in einer Hütte im Wikinger-Style. Cool! Eher hot waren dann die Preise. Christians zweitteuerstes Bier und der teuerste Burger bisher haben aber dennoch sehr gut geschmeckt.

von zugfahrten, tunneln und kirchen mit teer

Am nächsten Morgen stand für K1 mit Papa eine Zugfahrt auf dem Programm. Und zwar nicht mit irgendeiner Bahn, sondern mit der Flåmsbana. Die knapp einstündige Fahrt von Flåm nach Myrdal wird als eine der spektakulärsten Zugfahrten der Welt angepriesen. Joa, die Ausblicke waren schon ganz gut, aber wenn man vorher schon ein bisschen durch die Fjordlandschaften getingelt ist, bietet die Fahrt keine überraschenden Besonderheiten. Witzig ist der Zwischenstop der Bahn auf einer Plattform, wo man dann aussteigen kann um sich den Wasserfall Kjosfossen anzuschauen. Unserer Meinung nach ist die Fahrt aber nicht unbedingt ein Muss. Dennoch lohnt sich Flåm auf jeden Fall.

Nach der Bahnfahrt ging’s direkt mit dem WoMo weiter. Diesmal war das Highlight der Strecke der längste Straßentunnel der Welt mit sage und schreibe 24,5 (in Worten: vierundzwanzigeinhalb) Kilometern Länge. Die Fahrt durch den Tunnel war aber nicht so anstrengend wie befürchtet, da er – im Gegensatz zu vielen kürzeren Tunneln – sehr gut ausgeleuchtet ist und sogar zweimal durch bunte Beleuchtung in Haltebuchten eine willkommene Abwechslung geschaffen wird. Man „taucht“ somit einfach mal eine knappe halbe Stunde im Berg ab.

Ziel war heute die Stabkirche in Borgund. Eine der wenigen noch original erhaltenen Stabkirchen in Norwegen und auch eine der Ältesten. Sie war deutlich kleiner als wir vermutet hatten, aber dennoch irgendwie beeindruckend. Um sie der Nachwelt noch möglichst lange zu erhalten, wurde die Kirche frisch geteert als wir dort waren. K1 hat natürlich prompt getestet, ob der Teer schon trocken ist. Wer kann schon von sich behaupten, im Leben einmal Teer an der Nase gehabt zu haben!?

gletscherpremiere

Die Route zwischen Flåm und Geiranger war, was die Landschaft angeht, unser vielleicht bester Abschnitt der kompletten Norwegen-Route. Mit dem Bøyabreen haben wir unseren ersten Gletscher in Skandinavien aus der Nähe gesehen. Für eine Gletscherwanderung allerdings, z. B. im Jostedalsbreen-Nationalpark, hat es diesmal nicht gereicht – das müssen wir noch nachholen. Zum Einen ist dies mit kleinen Kindern nicht machbar, zum Anderen nicht ganz ungefährlich. Aber nachdem Kristina nach wie vor bereut, 2010 in Neuseeland keine Gletschertour über den Franz-Josef-Gletscher gemacht zu haben, kann sie zumindest den zuletzt genannten Aspekt für zukünftige Gletscherwanderungen vorerst ausblenden. Also: Das nächste Mal…!

Übernachtet haben wir auf einem Parkplatz in einem Skigebiet oberhalb von Utvik. Das so viel gepriesene „Jedermannsrecht“ wird unserer Meinung nach allerdings überbewertet. Denn zum einen muss man erst mal einen Platz finden, der geeignet ist um dort über Nacht zu parken (einigermaßen flach und im besten Fall auch noch ruhig) und dann muss man dort noch übernachten dürfen. Und das ist nicht so einfach, denn auf den meisten geeigneten Plätzen stehen mittlerweile „Camping verboten“-Schilder. Auf den Plätzen, wo man dann parken kann (wie dem Parkplatz im Skigebiet), sind die Norweger mittlerweile so schlau, dass sie Automaten aufstellen, wo man ca. 5 – 10 EUR zahlt um dort über Nacht zu stehen. Nun gut, dafür bekommt man teilweise sogar Strom, wenn man möchte.


Die weitere Route führte uns wieder vorbei an Fjorden, Wasserfällen und Bergen mit schneebedeckten Gipfeln. In den Seen der Gebirgslandschaft schwommen noch zahlreiche Eisschollen, und wir waren bei strahlendem Sonnenschein mit kurzen Hosen unterwegs. Einfach irre!

der blick hinunter auf geiranger

Ein weiteres Highlight auf der Route war dann die Fahrt zum Dalsnibba, Europas höchstem Fjordblick von der Straße. Das 5 km kurze Stück zum Aussichtspunkt war die kurvenreichste und engste Strecke, die wir während der gesamten Tour gefahren sind. Da kann selbst die Trollstigen-Fahrt (später mehr) nicht mithalten. Aber es hat sich gelohnt. Eine gigantische Aussicht auf Geiranger und den Fjord. Selbst die riesigen Kreuzfahrtschiffe sehen von hier oben noch süß und niedlich aus.

der schönste fjord norwegens…oder der welt

Vom Berg aus ging es dann ins Tal nach Geiranger. Ein Camping-Platz direkt am Fjord, direkt dort wo auch die riesigen Kreuzfahrtschiffe anlegen. Am späten Nachmittag und abends ist das beschauliche Geiranger wirklich idyllisch. Der Wasserfall rauscht in den Fjord hinab und auf dem Campingplatz fühlt man sich auch nachts mittendrin in den Wasserströmen.

Am nächsten Morgen hat dann „TUI Mein Schiff 5“ angelegt. Mit 2.800 deutschen Passagieren. Größtenteils Rentner, versteht sich. Was diese aus dem beschaulichen Geiranger (mit eigentlich nur 250 Einwohnern) machen, dürfte sich jeder vorstellen können. Der Kreuzfahrt-Tourismus hat für uns persönlich, jedenfalls ab diesem Tag, deutlich an Attraktivität verloren.

Trollstigen

Langsam aber sicher waren wir jetzt schon unterwegs zum nördlichsten Punkt unserer Reise. Die Haarnadelkurven des Trollstigen hinab ins Tal sind wahrscheinlich eines der beliebtesten Motive für Norwegen-Reiseführer. Man wird in vielen Ratgebern und Reiseführern oft genug gewarnt, dass man sehr zeitig anreisen soll, um vor den Reisebussen und Touristenmassen die Fahrt hinter sich zu bringen.

Wir haben das Gegenteil gemacht: Am späten Nachmittag waren wir erst beim Trollstigen und unser antizyklisches Reiseverhalten hat sich auf ganzer Linie gelohnt. Wir hatten die komplette Strecke sozusagen für uns. Nur ein paar Motorradfahrer haben wir auf dem Weg nach unten vorbei gelassen, ansonsten gehörte die Straße uns und wir konnten nach Belieben für ein paar Fotos anhalten. Wir wollten aber noch nicht umkehren und uns wieder auf den Weg in Richtung Süden machen, daher haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Ålesund gemacht.

Ålesund – der nördlichste Ort unserer Reise

Die Stadt an der Küste liegt inmitten von mehreren Inseln und ist vor allem durch das jugendstilgeprägte Stadtbild bekannt. Vom Hausberg hat man eine hübsche Aussicht auf die komplette Stadt und die umliegenen Inselketten. Der Stellplatz unseres WoMos war wiederum besonders, da wir direkt am Meer standen und den Sonnenuntergang quasi direkt aus dem WoMo beobachten konnten.

Ab in den Süden – Lillehammer

Langsam mussten wir uns dann doch auf den Rückweg machen, da wir mittlerweile bereits mehr als die Hälfte der Reisezeit hinter uns hatten. Also ging es ab nun wieder in Richtung Süden. Der nächste Stop war die Olympiastadt Lillehammer. Hier sind wir allerdings am späten Samstag Nachmittag angekommen, so dass die Geschäfte fast alle schon geschlossen hatten. Da eines der Highlights von Lillehammer die Fußgängerzone ist, war unser Eindruck von Lillehammer eher durchschnittlich. Wenn man sich nicht gerade für Olympiageschichte oder Shopping interessiert, gibt es bestimmt attraktivere Städte in Skandinavien.

eine der schöneren hauptstädte auf der welt: Oslo

Etwas spektakulärer sollte es dann wieder in Oslo werden. In der norwegischen Hauptstadt sind wir auf dem größten Campingplatz Norwegens gelandet, der aber in der Nebensaison nicht überlaufen, sondern sehr weiträumig und ruhig ist. In direkter Nachbarschaft befinden sich ein Badesee, ein Golfplatz (angeblich auch einer der besten Norwegens) und der Holmenkollen mit seiner weltweit bekannten Skisprungschanze (oder wie K1 sagt: Schischmuschanze).


Und wenn man die Skisprungschanze schon vom WoMo-Stellplatz aus sieht, möchte man sie dann ein paar Stunden später auch ganz aus der Nähe bewundern. So haben wir den ersten Abend in Oslo für einen kleinen Spaziergang hinauf zur Schanze genutzt. Auch abends ist der Blick über Oslo gigantisch und selbst wenn man nicht am obersten Punkt der Schanze war, kann man sich vorstellen welchen tollen Blick die Skispringer über Oslo haben – wobei diese im entscheidenden Moment sicherlich Besseres zu tun haben als den Ausblick zu genießen. Direkt an der Schanze befindet sich auch ein Parkplatz, auf dem man mit dem WoMo eine Nacht kostenlos stehen könnte. Diese Option hatten wir uns für die folgende Nacht überlegt, aber es sollte dann doch anders kommen, daher haben wir selbst nicht am Holmenkollen übernachtet, sondern nur gesehen, dass es einige WoMo-Touris tun. 🙂

Am nächsten Tag stand Oslo auf dem Plan. Mit den Bus ist die Stadt vom Campingplatz in einer knappen halben Stunde zu erreichen. Grundsätzlich lässt sich Oslo recht gut zu Fuß erkunden, so dass wir vom Opernhaus bis zum Königlichen Schloß geschlendert sind. Und just als wir am Schloss ankamen, fuhr eine Polizeieskorte am Schloß ab, gefolgt von einem royalen Audi mit König Harald und Königin Sonja an Bord. Sowas nennt man wohl Timing! Natürlich haben die beiden uns auch freundlich zugewunken.


Aufgrund einer kurzfristigen Planänderung haben wir es am Folgetag leider nicht nochmal nach Oslo geschafft. Eigentlich hätte mit dem Munch-Museum und der Nationalgalerie etwas Kultur auf dem Programm gestanden, abgerundet von einem Essen im neuen Hafenviertel. Aber es hat nicht sollen sein. Oslo ist aber ein guter Kandidat für einen Wochenendtrip (ohne WoMo) – früher oder später werden wir es hoffentlich nochmal dort hin schaffen.

Mit der Abreise aus Oslo endet auch der Norwegen-Teil unserer Reise. Wie es uns in Schweden ergangen ist, könnt ihr demnächst in dem nächsten Blog-Artikel lesen.

HIER gelangt ihr zu allen Beiträgen von unserer #SkandinaVIER-Tour.


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