Leben am Limit – ein Erfahrungsbericht

4 Stunden ohne iPhone. Und das mitten in der Großstadt.

Okay, in einer Stadt, in der ich mich grob auskenne. Die Gefahr sich zu verlaufen war gering. Und ich hatte einen Ortskundigen dabei. Dennoch ist es ein komisches Gefühl für einen „Süchtigen“. Man hat sich halt mittlerweile von den kleinen Kisten so abhängig gemacht, dass es einem erst klar wird wenn man mal darauf verzichtet. Es gibt so viele Gelegenheiten, wo das Handy zum Einsatz gekommen wäre.

Ohne Handy muss man sich allerdings im Vorfeld verabreden, mit genauem Ort und Zeit. Nix auf Abruf oder sich per WhatsApp zusammenfinden. Das gleiche gilt wenn man sich zwischendurch mal trennt um in unterschiedliche Läden zu gehen. Fotos von Dingen machen, die man nicht direkt kaufen, sondern sich erstmal in Ruhe ansehen möchte? Nö. Man kann nicht im Kölner Dom oder sonst einchecken, und auch keine Fotos von den leckeren Pommes instagrammen (#frittenwerk). Man erkennt tatsächlich nochmal wie viele Uhren in der Gegend rumhängen, und fängt sogar an das Läuten der Kirchenglocken zu zählen. Wirklich verwirrend ist der ständige Kontrollgriff in die leere Tasche – dort wo sich eigentlich eigentlich immer das Handy befindet. Und dann macht man – während das Handy einen neuen Akku bekommt – locker über 10.000 Schritte durch Köln, aber es steht nirgendwo und taucht in keiner App auf.

Und dann vier Stunden später: die Erlösung. Ein funktionierendes Handy, mit neuem Akku und mit Netz (im O2-Netz leider auch nicht immer selbstverständlich). Eingeschaltet, und dann: nur 3 WhatsApps und ein Anruf. Doch nix verpasst in den vier Stunden?! Könnte man das öfter so machen? Verrückt!

 

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