Musikfest Würzburg

Es gibt wieder einiges zu berichten, denn am vergangenen Wochenende war ich mit dem Musikverein Daun nach Würzburg zum Bundesmusikfest (mittlerweile heißt es ja offiziell Deutsches Musikfest), welches alle 6 Jahre stattfindet. Wir haben dort am Wertungsspielen teilgenommen und das Pflichtstück „Ukrainian Rhapsody“ von Franco Cesarini und als Wahlstück „New York Ouverture“ von Kees Vlak gespielt. Da uns die Jury quasi in letzter Minute einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, blieben für die Vorbereitung des Wahlstückes nur 3 Proben. Mit dem Ergebnis waren wir aber mehr als zufrieden, denn genau wie beim letzten Bundesmusikfest 2001 in Friedrichshafen haben wir in der Oberstufe (Kategorie 4) mit „sehr gutem Erfolg“ abgeschnitten.
Da an diesem Wochenende nach Schätzungen der Veranstalter ca. 250.000 Menschen in Würzburg waren, kann man sich gut vorstellen, dass sämtliche Hotels bereits lange im Vorfeld belegt waren und so waren wir in dem ca. 20 km von Würzburg entfernten Kitzingen untergebracht. Unsere Truppe war auf 2 Hotels, Bayrischer Hof und Fränkischer Hof, aufgeteilt. Unser Zimmer war vermutlich frisch gestrichen worden und so roch es das komplette Wochenende nach einer deftigen Mischung aus Alpina Wandfarbe und Whiskas. Das Problem sollte durch Lüften einfach zu lösen – sein dachten wir -, aber wenn man sich das folgende Foto anschaut, wird die Problematik hoffentlich klar:


…ja, das graue hinter dem Fenster ist tatsächlich eine Wand! Das war also unser herrlicher Ausblick zum Fenster hinaus.
Im Bad folgte dann das nächste Problem…es musste ein bisschen improvisiert werden:


Und dann hab ich auch noch festellen müssen, dass ich fürs Duschen ohne Duschvorhang oder ohne Kabine nicht geboren bin…jaa, richtig gehört: es gab keine Kabine, sondern einfach nur das Duschbecken und fertig. Dass anscheinend mehrere Menschen das Bad so regelmäßig unter Wasser setzen beweist folgendes Foto:


…das soll der untere Teil unseres Türrahmens sein.
Man vergleiche also mal das Bad im Internet und die harte Realität:


Okay, genug übers Hotel gemeckert.

Da da kleine Örtchen (naja, eigentlich ist es eine Kreisstadt) nicht wirklich viel bieten konnte, hatten wir schnell unser Stammbistro Brückeneck gefunden. Dort haben wir nicht nur den ersten Tag mehr oder weniger komplett verbracht, sondern auch noch viele weitere Stunden an den folgenden Tagen.
Freitags morgens haben wir noch einmal kurz geprobt, bevor es dann nachmittags zum Wertungsspielen nach Würzburg ging. Das Ergebnis hab ich ja schon verraten.
Der Samstag war komplett dem Musikfest gewidmet, und so waren wir von 11 Uhr bis 23 Uhr komplett in Würzburg. Neben dem Symphonic Wind Band of Shanghai Jiaotong University, dem Sinfonischen Blasorchester Hilden und vielen weiteren Orchestern, war das absolute Highlight des Abends ein Konzert der Big-Band der Bundeswehr auf dem Residenzplatz mit sagenhaften 15.000 Menschen im Publikum. Die BW-Jungs hatte ich vor nem guten halben Jahr das letzte Mal gehört, aber alleine die Atmosphäre ist bei 15.000 Menschen doch ein wenig anders als bei knapp 500.
Was ich aber anmerken muss, ist, dass die Organisation des gesamten Musikfestes ein wenig zu wünschen übrig ließ. Neben vielen Kleinigkeiten wie die lieblose Verkündigung der Wertungsspiel-Ergebnisse, mangelnde Beschilderung in der Stadt, einer vollkommen überforderten Gastronomie, etc. war der absolute Knaller, dass die 15.000 Menschen sich sage und schreibe 2 Toiletten teilen durften, da es wohl irgendwie versäumt wurde zusätzliche WCs zu organisieren. Das ganze war aber nur halb so wild, da es auch nur 2 Getränkestände gab und man somit sowieso keinen allzu großen Druck aufbauen konnte.

In dem ganzen Gewusel von Menschen habe ich aber dann aber erfeulicherweise noch einige Bekannte u.a. aus früheren JBO-Zeiten getroffen und „Jenny aus Münster“, die wir am Abend vorher getroffen hatten. ;-D

Den Sonntag haben wir dann mit dem ersten Teils des Festumzugs abgeschlossen und haben am Nachmittag wieder die Heimreise angetreten.

Fazit: Es war ein schöner, entspannter Ausflug zum Musikfest, der mit besserer Organisation sicher noch schöner hätte werden können.

Weitere Fotos und evtl. auch Videos vom Musikfest folgen bei Gelegenheit.

Was gibt’s sonst noch zu sagen?

  • Auf der Seite vom Darscheider MV gibt’s jetzt neben ein paar Fotos vom Jahreskonzert auch neue Presseartikel.
  • Markus bloggt jetzt auch!
  • Und zu guter Letzt: noch nie war ich von einem Produkt so begeistert wie von DIESEM.
  • Und NOCHWAS 😉

 

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